Online bestellen zum Abholen: Bestellsystem ohne Provision

Wer über ein Lieferportal verkauft, gibt einen festen Teil jeder Bestellung ab. Ein eigenes Bestellsystem zum Abholen holt die Bestellung zurück ins Haus: ohne Provision, ohne Fahrer, ohne Zahlungsdaten im Netz.

Aktualisiert: · Resmuar, Wolfsburg

Eine Verkäuferin scannt an der Kasse die Ware.

Kurz gesagt: Bestellportale nehmen typisch 13 bis 30 Prozent Provision je Bestellung (tageskarte.io, September 2026). Ein eigenes Bestellsystem zum Abholen auf Ihrer Website kostet stattdessen einen festen Monatsbeitrag, am Markt meist 39 bis 120 Euro, und braucht Abholzeiten aus der Küchenplanung, eine Bestätigungsseite mit Status und Allergene beim Bestellen.

Was eine Bestellung über ein Portal wirklich kostet

Bestellportale nehmen typisch 13 bis 30 Prozent Provision je Bestellung. Für viele Küchen ist das die ganze Marge.

Ein Beispiel mit runden Zahlen: Ein Gast bestellt für 25 Euro. Das Portal behält 20 Prozent, also 5 Euro. Bei Ihnen kommen 20 Euro an. Wareneinsatz, Personal und Verpackung bleiben aber dieselben wie bei einer Bestellung am Tresen. Bei 100 solchen Bestellungen im Monat sind das 500 Euro, die das Haus verlassen. Im Jahr 6.000 Euro.

Der zweite Preis steht auf keiner Rechnung: Der Gast gehört dem Portal. Dort hat er sein Konto, seine Adresse, seine Lieblingsbestellung. Dort sucht er nach «Pizza in der Nähe» und sieht Sie neben zwanzig anderen Häusern. Wechselt er beim nächsten Mal zum Nachbarn, merken Sie es nicht einmal. Sie mieten Reichweite, Sie bauen keine Stammkundschaft auf.

Abholung statt Lieferung: warum das für viele Häuser der bessere Anfang ist

Lieferung heißt: Fahrer, Fahrzeuge, Versicherung, Wartezeiten an der Tür, kalte Teller bei Regen. Das ist ein zweites Geschäft neben dem Restaurant. Viele Häuser wollen das nicht, und sie müssen es auch nicht.

Abholung dreht die Sache um. Der Gast bestellt vorab, kommt zur vereinbarten Zeit und nimmt sein Essen am Tresen mit. Vier Dinge machen das für viele Betriebe zum besseren Einstieg:

  • Keine Fahrerflotte. Niemand muss eingestellt, versichert oder abends noch losgeschickt werden.
  • Die Küche gibt den Takt vor. Abholzeiten richten sich nach dem, was die Küche wirklich schafft, nicht nach dem Versprechen eines Portals.
  • Bezahlt wird im Haus – oder online über Ihr eigenes Stripe-Konto. Der Gast zahlt an der Theke, so wie jeder andere Gast auch; wer die Online-Zahlung einschaltet, bekommt das Geld direkt auf sein eigenes Konto, belastet wird erst, wenn die Küche annimmt.
  • Keine Kartendaten bei Resmuar. Wer online bezahlt, zahlt bei Stripe; die Plattform sieht keine Karte und hält kein Geld.

Und der Gast steht bei Ihnen im Laden, sieht die Karte und nimmt vielleicht noch ein Dessert mit.

Was ein Bestellsystem zum Abholen können muss

Ein Bestellformular auf der Website reicht nicht. Damit die Küche nicht im Stress versinkt und der Gast nicht vergeblich wartet, braucht ein Bestellsystem zum Abholen ein paar feste Bausteine:

  • Abholzeiten aus der Küchenplanung. Der Gast wählt nur Zeiten, die die Küche auch halten kann. Ist ein Zeitfenster voll, ist es weg.
  • Vorlaufzeit. Eine Bestellung um 18:00 Uhr für 18:05 Uhr ist keine Hilfe. Das System hält den Abstand ein, den die Küche braucht.
  • Bestätigungsseite mit Status. Der Gast sieht auf einer Seite, wo seine Bestellung steht: angenommen, in der Küche, abholbereit. Er muss nicht anrufen.
  • Stornieren, solange die Küche noch nicht angefangen hat. Danach nicht mehr. Das schützt beide Seiten.
  • Ein Pass für die Küche. Neue Bestellungen laufen auf einem Bildschirm ein und wandern von Neu über In der Küche bis Abholbereit. Kein Zettel, kein Zuruf.
  • Erinnerung bei Verspätung. Holt ein Gast nicht rechtzeitig ab, wird er erinnert, bevor das Essen kalt wird.
  • Allergene auch beim Bestellen. Die 14 Allergene nach LMIV müssen dort stehen, wo der Gast auswählt, nicht nur auf der Karte im Haus.
  • Trinkgeld, freiwillig. Wer dem Team etwas geben möchte, soll es können. Wer nicht, spürt keinen Druck.

Dazu kommt die Speisekarte selbst: Größen, Optionen, Aktionen, ausverkauft. Was in der digitalen Speisekarte gepflegt wird, muss beim Bestellen genauso gelten. Zwei getrennte Karten führen früher oder später zu zwei verschiedenen Preisen.

Was es kostet

Am Markt gibt es zwei Preismodelle. Portale kassieren je Bestellung, meist 13 bis 30 Prozent. Provisionsfreie Bestellsysteme kosten typisch 39 bis 120 Euro im Monat, unabhängig davon, wie viele Bestellungen kommen.

ModellTypische KostenBei 100 Bestellungen zu je 25 Euro
Bestellportal13 bis 30 Prozent je Bestellung325 bis 750 Euro im Monat
Provisionsfreies Bestellsystemmeist 39 bis 120 Euro im Monat39 bis 120 Euro im Monat
Resmuarfester Beitrag, keine Provision, keine Gebühr je Gastderselbe Beitrag wie bei 10 oder 500 Bestellungen

Der Wendepunkt liegt tief. Bei 20 Prozent Provision liegt der Portalanteil schon ab acht Bestellungen zu 25 Euro im Monat über dem, was ein Bestellsystem am unteren Ende kostet. Beim oberen Ende sind es 25 Bestellungen. Alles darüber ist Geld, das im Haus bleibt. Mit Ihrem eigenen Umsatz gerechnet: im Provisionsrechner.

So macht es Resmuar

Resmuar ist ein Paket für Restaurants: Website auf eigener Internetadresse, digitale Speisekarte, Online-Tischreservierung, Bestellen zum Abholen und ein Panel für das Team. Die Module lassen sich einzeln zu- oder abschalten. Bestellen zum Abholen ist eines davon.

Abholung ist der Anfang. Wer selbst ausfährt, schaltet die Lieferung dazu: in die Postleitzahlen, die er festlegt, mit eigenem Mindestbestellwert und eigener Liefergebühr; Fahrer stellt Resmuar nicht. Die Abholzeiten kommen aus der echten Küchenplanung, mit Vorlaufzeit. Der Gast sieht seine Bestellung auf einer Bestätigungsseite mit Status bis «Abholbereit» oder «Unterwegs» und kann stornieren, bis die Küche anfängt. Bezahlt wird im Haus oder an der Tür – oder, wenn das Haus es einschaltet, online über sein eigenes Stripe-Konto; Kartendaten sieht Resmuar nie. Wer möchte, gibt dem Team ein Trinkgeld, das ist freiwillig. In der Küche läuft der Pass im Panel: jede Bestellung eine Karte, mit Reitern für Neu, In der Küche und Abholbereit. Bleibt eine Bestellung unbeantwortet, geht eine Erinnerung raus.

Die digitale Speisekarte im selben Paket zeigt Allergene nach LMIV, alle 14, dazu Größen und Optionen je Gericht, Aktionspreise und «ausverkauft» per Schalter, der sich um 04:00 Uhr von selbst zurückstellt. Ein Prüfbildschirm hält den Beschreibungstext gegen die deklarierten Allergene.

Die Kosten: ein fester Beitrag, keine Gebühr pro Gast, keine Provision je Bestellung. Die Einrichtung übernimmt Resmuar: Sie schicken Ihre Speisekarte als PDF oder Foto und Ihre Öffnungszeiten, ein Mensch prüft jede Zeile, Sie bekommen einen Vorschaulink vor dem Livegang. Meist ist das Haus innerhalb weniger Tage online. Die Daten liegen in Deutschland, Gastdaten werden nach 90 Tagen gelöscht.

Wer sehen will, wie sich das Bestellen anfühlt, kann es im offenen Demo-Restaurant ausprobieren.

Häufige Fragen

Muss ich das Portal kündigen, wenn ich ein eigenes Bestellsystem habe?

Nein. Beides kann nebeneinander laufen: Das Portal bringt neue Gäste, das eigene System hält die Stammgäste ohne Provision. Ein Hinweis am Tresen und auf der Tüte zeigt Gästen den direkten Weg für das nächste Mal.

Wie bezahlt der Gast?

Bei der Abholung im Haus, so wie jeder andere Gast auch – oder, wenn Sie es einschalten, online über Ihr eigenes Stripe-Konto, mit Karte, Apple Pay oder Google Pay. Belastet wird erst, wenn Sie annehmen; das Geld geht direkt an Sie, ohne Portal dazwischen, und Resmuar sieht keine Kartendaten.

Was passiert, wenn ein Gast bestellt und nicht kommt?

Der Gast kann nur stornieren, bis die Küche anfängt. Danach bleibt die Bestellung bestehen, und bei Verspätung geht eine Erinnerung an ihn. Ganz ausschließen lässt sich ein Ausfall nicht, bei keinem System.

Weiterlesen im Ratgeber

Alles in einem Paket, auf Ihrer eigenen Adresse

Website, digitale Speisekarte, Reservierung und Bestellen zum Abholen, eingerichtet von uns in Wolfsburg. Ein fester Beitrag, keine Gebühr pro Gast, keine Provision.

Ihr Haus verdient eine eigene Adresse.

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