Kurz gesagt: Eine Lieferdienst-Alternative ist ein eigener Bestellkanal auf Ihrer Website: Abholung, auf Wunsch eigene Lieferung, ein fester Beitrag statt Anteil pro Bestellung. Sinnvoll ist ein Nebeneinander. Die Plattformen bleiben für neue Gäste, Stammgäste führen Sie Schritt für Schritt zu sich.
Warum suchen Restaurants eine Alternative zu Lieferdienst-Apps?
Meist aus zwei Gründen, und beide stehen im Fachmagazin tageskarte.io, September 2026.
- Die Provision. Ein großer Lieferdienst nannte dort 13 Prozent bei Eigenlieferung und 30 Prozent, wenn eigene Fahrer ausliefern. Als Branchendurchschnitt (Stand April 2026) werden 13 Prozent bei Eigenlieferung und 25 bis 30 Prozent mit den Fahrern der Plattform genannt. Das Magazin rechnet ein Beispiel vor: Bei 8.000 Euro Plattformumsatz im Monat sind 30 Prozent rund 29.000 Euro im Jahr, 13 Prozent rund 12.000 Euro.
- Die Gäste gehören der Plattform. Laut tageskarte.io läuft die Kundenbeziehung über die Plattform: Name, E-Mail und Bestellhistorie liegen dort, und das Restaurant kann diese Daten nicht ohne Weiteres für die eigene Kundenbindung nutzen.
Wie viel das bei Ihrem Umsatz ausmacht, rechnet Ihnen der Provisionsrechner vor. Die Rechnung mit dem festen Beitrag steht im Ratgeber Online bestellen zum Abholen, ohne Provision.
Was ist die Alternative zu Lieferdienst-Plattformen?
Ein eigener Bestellkanal auf Ihrer Restaurant-Website. Der Gast tippt in Ihrer Speisekarte auf «+», wählt Abholung oder Lieferung und eine Uhrzeit, trägt Name und Telefon ein und sieht danach den Stand seiner Bestellung. Das sind die Bausteine:
- Abholung. Der Gast holt bei Ihnen ab, wenn die Küche sagt, dass es passt. Mehr dazu auf der Seite Bestellsystem für Abholung.
- Eigene Lieferung. Wenn Sie selbst fahren, legen Sie die Postleitzahlen fest, in die Sie liefern, dazu Mindestbestellwert und Liefergebühr. Fahrer stellt der Anbieter nicht.
- Bezahlung bei Ihnen. Am Tresen oder an der Tür, bar oder mit Karte. Wenn Sie es einschalten, zahlt der Gast auch online über Ihr eigenes Stripe-Konto. Das Geld geht direkt an Sie.
| Frage | Lieferdienst-Plattform | Eigener Bestellkanal |
|---|---|---|
| Kosten | 13 bis 30 Prozent je Bestellung (tageskarte.io) | Fester Beitrag, keine Provision |
| Gästedaten | Liegen bei der Plattform | Bestellungen laufen über Ihr eigenes Haus |
| Neue Gäste | Ja, das ist die Stärke | Nicht von allein, Sie müssen den Kanal bekannt machen |
| Fahrer | Auf Wunsch von der Plattform | Nur Ihre eigenen |
Wie bringe ich bestehende Gäste zu meinem eigenen Bestellkanal?
Nicht mit einem Schnitt, sondern in Schritten. Das Fachmagazin beschreibt fünf Stufen: Shop einrichten, überall verlinken, Plattform-Gäste umlenken, im Lokal werben, monatlich auswerten. Für ein typisches Haus sieht das so aus:
- Karte und Regeln einrichten. Speisekarte mit Preisen und Allergenen, Abholzeiten, bei Lieferung die Postleitzahlen, Zahlungsarten. Erst wenn das stimmt, werben Sie dafür.
- Überall verlinken. Auf der eigenen Website, in Ihrem Google-Profil als Link «Essen bestellen» und auf Ihren Social-Media-Kanälen. Wie das Profil richtig gepflegt wird, steht im Ratgeber Google Unternehmensprofil.
- In jede Tüte eine Karte legen. Eine kleine Karte mit QR-Code und einem Satz, zum Beispiel: «Beim nächsten Mal direkt bei uns bestellen.» Drucken Sie sie selbst. Das Magazin nennt dafür einen QR-Flyer mit Rabatt; ob Sie einen Rabatt geben, entscheiden Sie. Ein Gutschein-Code dafür ist in Resmuar möglich.
- Am Tresen und auf dem Tisch. Ein QR-Code am Tresen und im Lokal, der direkt auf Ihre Website zeigt. Die Tischaufsteller druckt das Panel.
- Stammgäste zuerst. Sagen Sie es Gästen, die ohnehin bei Ihnen abholen oder anrufen, persönlich. Wer Sie schon kennt, probiert den neuen Weg am ehesten.
- Nach vier Wochen nachsehen. Wie viele Bestellungen kommen direkt, wie viele über die Plattform? Erst dann entscheiden Sie, ob Sie die Plattform behalten.
Soll ich die Lieferdienst-Apps ganz verlassen?
Nicht zwingend, und nicht als erster Schritt. Auf den Plattformen finden Sie Gäste, die Ihr Restaurant noch nicht kennen. Ein eigener Bestellkanal bringt solche Gäste nicht von allein. Er lohnt sich bei denen, die Sie bereits erreicht haben. Üblich ist deshalb ein Nebeneinander: Plattform für neue Gäste, eigener Kanal für alle, die wiederkommen. Welchen Anteil der Plattform Sie dabei einsparen, sehen Sie nach einigen Wochen an Ihren Zahlen.
Was muss ein eigenes Bestellsystem im Alltag können?
- Abholzeiten aus der Küchenplanung. Keine freien Kalenderfelder, sondern echte Zeiten samt Vorlaufzeit, damit Sie nichts versprechen, was die Küche nicht hält.
- Eine Statusseite für den Gast. Sie zeigt den Stand bis «Abholbereit» oder «Unterwegs». Das spart Anrufe.
- Allergene beim Bestellen. Die Angaben stehen auch bei der Bestellung dabei, siehe Allergene kennzeichnen.
- Ein Schalter, wenn die Küche voll ist. Er stoppt neue Bestellungen oder schiebt die Abholzeiten nach hinten, und die Website sagt es dem Gast sofort.
- Laute Meldung. Neue Bestellungen läuten auf jedem angemeldeten Gerät des Hauses. Eine unbeantwortete Bestellung erinnert alle fünf Minuten.
- Stornieren, solange die Küche nicht begonnen hat, und Trinkgeld für das Team getrennt vom Umsatz.
Wo hat der eigene Bestellkanal Grenzen?
Drei Dinge sollten Sie vorher wissen.
- Er bringt von allein keine neuen Gäste. Wer Sie noch nicht kennt, findet Sie über Google, über Ihre Website und über das, was Sie selbst bewerben. Das braucht Wochen, keine Tage.
- Eigene Lieferung braucht eigene Fahrer. Resmuar stellt keine. Wenn Sie bisher die Fahrer einer Plattform nutzen, entfällt diese Leistung. Reine Abholung funktioniert ohne Fahrer.
- Es ist Arbeit am Anfang. Karten drucken, Gäste ansprechen, Link ins Google-Profil setzen. Die Einrichtung der Website, der Karte und der Bestellregeln übernehmen wir, das Bekanntmachen bleibt bei Ihnen.
So macht es Resmuar
Resmuar richtet Ihre Website, die digitale Speisekarte, die Reservierung und das Bestellen zum Abholen ein, optional mit eigener Lieferung nach Postleitzahlen. Die Karte, aus der bestellt wird, ist dieselbe wie auf dem Tisch. Abholzeiten kommen aus Ihrer Küchenplanung, ein Schalter stoppt Bestellungen, wenn es zu voll wird, und neue Bestellungen läuten auf jedem angemeldeten Gerät. Gutschein-Codes legen Sie selbst fest, zum Beispiel für die Karte in der Tüte. Bezahlt wird bei Ihnen, oder online über Ihr eigenes Stripe-Konto. Es gibt einen festen Beitrag und keine Provision. Wie das für Gäste aussieht, zeigt die Demo.
Häufige Fragen
Wie hoch ist die Provision bei Lieferdienst-Apps?
Laut Fachmagazin tageskarte.io (September 2026) liegt sie je nach Liefermodell zwischen 13 und 30 Prozent: 13 Prozent, wenn das Restaurant selbst liefert, bis zu 30 Prozent bei Auslieferung durch die Fahrer der Plattform.
Kann ich eine Lieferdienst-Plattform und meinen eigenen Bestellkanal parallel nutzen?
Ja, das ist der übliche Weg. Die Plattform erreicht neue Gäste, Ihr eigener Kanal ist für alle, die Sie schon kennen. Ob Sie die Plattform später ganz verlassen, entscheiden Sie nach einigen Wochen anhand Ihrer Zahlen.
Kann ich mit Resmuar selbst ausliefern?
Ja. Sie tragen die Postleitzahlen ein, in die Sie fahren, dazu Mindestbestellwert, Liefergebühr und die Fahrzeit. Der Gast sieht Gebühr und Mindestbestellwert, bevor er bestellt. Fahrer stellt Resmuar nicht.
Wie kommen meine Gäste zum eigenen Bestellkanal?
Über Links und QR-Codes: im Google-Profil, auf der Website, am Tresen und auf einer Karte in jeder Tüte. Das Bekanntmachen übernimmt Resmuar nicht; die Einrichtung des Kanals schon.